Zukunftsprojekte – die vergessene Dimension bei der Bewerbung

#Yolo – Der Trend zu mehr Individualität und freier Lebensgestaltung macht sich bei der Bewerbung zweifelsohne bemerkbar. Gerade jüngere und qualifizierte Bewerber überlegen sich heute zweimal, ob sie einem Unternehmen ihre wertvolle Lebenszeit schenken wollen.

Infrage kommen für sie vor allem Jobs, die ihnen ermöglichen, ihre ganz eigenen Lebensziele beruflicher und privater Natur zu verwirklichen.

Unternehmen verändern Bewerbungsprozesse

Viele Unternehmen wissen das inzwischen und versuchen, sich bestmöglich bei den Bewerbern zu präsentieren. Buzzwords wie „Kicker im Büro“ oder „flexible Arbeitszeiten“ werden inzwischen fast inflationär verwendet.

Doch ist es wirklich das, was die Bewerber suchen? Oder geht es oft vielmehr um ganz persönliche Vorstellungen und Wünsche und die Frage, welche Erfahrungen ein Mensch sammeln möchte?

Um diesen Fragestellungen gerecht zu werden und dafür geeignete Antworten und Angebote zu finden, brauchen wir eine grundlegend veränderte Herangehensweise im Bewerbungsprozess.

Wir sollten bei Gesprächen gemeinsam in die Zukunft blicken. Wir sollten Wünsche und Ziele kennenlernen. Und genau deshalb brauchen wir Zukunftsprojekte. Nur tappen wir hier bislang völlig im Dunkeln, denn der klassische Lebenslauf spiegelt diese Visionen nicht wider und bietet keinerlei Orientierung.

Der Lebenslauf beschreibt nur die Vergangenheit

Der klassische Lebenslauf orientiert sich ausschließlich an der Vergangenheit. Völlig unberücksichtigt bleibt die Frage: „Wo soll die Reise für dich als Bewerber hingehen?“.

Deshalb legen wir besonders Wert auf Potenziale, Wünsche und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Es ist wichtig, dass Bewerber ihre Wünsche und Zukunftsprojekte kommunizieren. Sie müssen beschreiben wo, woran und wie sie arbeiten möchten und welche persönlichen Ziele sie damit und dabei erreichen wollen.

Wie sehen Zukunftsprojekte aus?

Zum Beispiel möchte ein Bewerber:

  • in den kommenden 5 Jahren im Ausland arbeiten und beschreibt, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten er damit erlangen oder ausbauen möchte.

  • sich innerhalb des nächsten Jahres eine Führungsposition in einem großen Unternehmen und absolviert dafür bereits verschiedene Weiterbildungskurse.

  • eine Buchveröffentlichung zu einem Experten-Thema verwirklichen und damit auch seine umfangreichen Erfahrungen teilen.

Warum es wichtig ist, diese persönlichen Wünsche zu beachten: Die Treue zum eigenen Arbeitgeber lässt immer mehr nach. Zwei Drittel der Mitarbeiter machen nur Dienst nach Vorschrift, 15 Prozent haben sogar schon innerlich gekündigt, so die Ergebnisse der diesjährigen Gallup-Studie.

Mitarbeiter verlassen Unternehmen, weil die Erfüllung persönlicher Wünsche und persönliche Weiterentwicklung nicht gegeben sind. Deswegen müssen Unternehmen und Bewerber von Anfang an in die gleiche Richtung gehen!

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